This etext was prepared by Michael Pullen, globaltraveler5565@yahoo.com.

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand
Ein Schauspiel

Johann Wolfgang Goethe

Inhalt

Erster Akt
Zweiter Akt
Dritter Akt
Vierter Akt
Fünfter Akt

Personen:

Kaiser Maximilian
Götz von Berlichingen
Elisabeth, seine Frau
Maria, seine Schwester
Karl, sein Söhnchen
Georg, sein Bube
Bischof von Bamberg
Weislingen, Adelheid von Walldorf, Liebetraut an des Bischofs Hofe
Abt von Fulda
Olearius, beider Rechte Doktor
Bruder Martin
Hans von Selbitz
Franz von Sickingen
Lerse
Franz, Weislingens Bube
Kammerfräulein der Adelheid
Metzler, Sievers, Link, Kohl, Wild, Anführer der rebellischen Bauern
Hoffrauen, Hofleute, am Bambergschen Hofe
Kaiserliche Räte
Ratsherrn von Heilbronn
Richter des heimlichen Gerichts
Zwei Nürnberger Kaufleute
Max Stumpf, Pfalzgräflicher Diener
Ein Unbekannter
Brautvater und Bräutigam, Bauern
Berlichingsche, Weislingsche, Bambergsche Reiter
Hauptleute, Offiziere, Knechte von der Reichsarmee
Schenkwirt
Gerichtsdiener
Heilbronner Bürger
Stadtwache
Gefängniswärter
Bauern
Zigeunerhauptmann
Zigeuner, Zigeunerinnen

Erster Akt

I. Akt, Szene 1

Schwarzenberg in Franken Herberge

Metzler, Sievers am Tische. Zwei Reitersknechte beim Feuer. Wirt.

Sievers. Hänsel, noch ein Glas Branntwein, und meß christlich.

Wirt. Du bist der Nimmersatt.

Metzler (leise zu Sievers). Erzähl das noch einmal vom Berlichingen!
Die Bamberger dort ärgern sich, sie möchten schwarz werden.

Sievers. Bamberger? Was tun die hier?

Metzler. Der Weislingen ist oben auf'm Schloß beim Herrn Grafen schonzwei Tage; dem haben sie das Gleit geben. Ich weiß nicht, wo erherkommt; sie warten auf ihn; er geht zurück nach Bamberg.

Sievers. Wer ist der Weislingen?

Metzler. Des Bischofs rechte Hand, ein gewaltiger Herr, der dem Götzauch auf'n Dienst lauert.

Sievers. Er mag sich in acht nehmen.

Metzler (leise). Nur immer zu! (Laut.) Seit wann hat denn der Götzwieder Händel mit dem Bischof von Bamberg? Es hieß ja, alles wärevertragen und geschlichtet.

Sievers. Ja, vertrag du mit den Pfaffen! Wie der Bischof sah, erricht nichts aus und zieht immer den kürzern, kroch er zum Kreuz undwar geschäftig, daß der Vergleich zustand käm. Und der getreuherzigeBerlichingen gab unerhört nach, wie er immer tut, wenn er im Vorteilist.

Metzler. Gott erhalt ihn! Ein rechtschaffener Herr!

Sievers. Nun denk, ist das nicht schändlich? Da werfen sie ihm einenBuben nieder, da er sich nichts weniger versieht. Wird sie aber schonwieder dafür lausen!

Metzler. Es ist doch dumm, daß ihm der letzte Streich mißglückt ist!
Er wird sich garstig erbost haben.

Sievers. Ich glaub nicht, daß ihn lang was so verdrossen hat. Denkauch: alles war aufs genaueste verkundschaft, wann der Bischof aus demBad käm, mit wieviel Reitern, welchen Weg; und wenn's nicht wär durchfalsche Leut verraten worden, wollt er ihm das Bad gesegnet und ihnausgerieben haben.

Ers

...

BU KİTABI OKUMAK İÇİN ÜYE OLUN VEYA GİRİŞ YAPIN!


Sitemize Üyelik ÜCRETSİZDİR!