Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen. Die, anstatt durch weise Lehren Sich zum Guten zu bekehren, Oftmals noch darüber lachten Und sich heimlich lustig machten. — — Ja, zur Übeltätigkeit, Ja, dazu ist man bereit! — — Menschen necken, Tiere quälen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen — Das ist freilich angenehmer Und dazu auch viel bequemer, Als in Kirche oder Schule Festzusitzen auf dem Stuhle. — — Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!! — — Ach, das war ein schlimmes Ding, Wie es Max und Moritz ging. — Drum ist hier, was sie getrieben, Abgemalt und aufgeschrieben.
Erster Streich.
Mancher gibt sich viele Müh' Mit dem lieben Federvieh; Einesteils der Eier wegen, Welche diese Vögel legen, Zweitens: Weil man dann und wann Einen Braten essen kann; Drittens aber nimmt man auch Ihre Federn zum Gebrauch In die Kissen und die Pfühle, Denn man liegt nicht gerne kühle. —
Seht, da ist die Witwe Bolte, Die das auch nicht gerne wollte.
Ihrer Hühner waren drei Und ein stolzer Hahn dabei. — Max und Moritz dachten nun: Was ist hier jetzt wohl zu tun? — — Ganz geschwinde, eins, zwei, drei Schneiden sie sich Brot entzwei, In vier Teile jedes Stück Wie ein kleiner Finger dick. Diese binden sie an Fäden, Übers K