

Recht der Uebersetzungvorbehalten.
Meinem lieben Schwager
Moritz Herrmann
in Manila
dem thätigen Beförderer meiner wissenschaftlichenBestrebungen
widme ich diese Blätter
in
dankbarer Freundschaft.
Mein lieber Moritz.
Als wir uns vor 4 Jahren trennten, versprach ich Dir,Deinen Namen einer Reisebeschreibung voranzusetzen. Doch »in derZukunft d. h. der Verleger dunklem Schoosse« ruht noch immer dieversprochene Arbeit, ungewiss ihres zukünftigen Geburtstages;darum biete ich Dir heute nur diese leichte Waare an. Deutlich tragendie folgenden Skizzen den Charakter der frei gehaltenen Vorträgean der Stirn. Sollte es mir gelungen sein, dennoch durch dieVerschmelzung eigener Anschauung mit fremden Angaben einübersichtliches Bild von dem Lande und seinen Leuten, denWechselbeziehungen ihrer geschichtlichen Entwickelung und dernatürlichen Verhältnisse des Bodens und seiner Erzeugnisseentworfen zu haben, so wurde dies mich trösten bei dem Vorwurf,den Du mir vielleicht machen wirst, in diesen Skizzen allzusehr denReisenden vernachlässigt zu haben.
Sage den Palmen, ehe auch Du ihr Land verlässt,dass ich ihrer in treuer Liebe gedenke.
Würzburg, im Mai 1869.
Dein Freund und Schwager
C. Semper. [5]
Fast in gerader Linie von Nord nach Süd ziehen sichdie philippinischen Inseln von Formosa an hinunter bis nach Borneo undden Molucken. Von der Südspitze Formosa’s durch e